Mein Name ist Stefanie Sitzler (Jahrgang 1976). Ich bin psychologische Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Speyer. Seit mehreren Jahren bin ich am IFKV e. V. in Bad Dürkheim in der psychotherapeutischen Ausbildung tätig – als Lehrpraxisinhaberin, Supervisorin, Einzelselbsterfahrungsleiterin und Dozentin.

Meine therapeutische Arbeit ist verhaltenstherapeutisch orientiert. Gleichzeitig arbeite ich seit langem bewusst schulübergreifend. Mein therapeutisches Denken ist dabei vor allem durch die Konsistenztheorie nach Klaus Grawe geprägt.

In meiner therapeutischen Arbeit steht eine konsequent ressourcen- und prozessorientierte Haltung im Vordergrund. Dabei geht es mir darum, vorhandene innere Kompetenzen, Selbstregulationsfähigkeit und bereits angelegte Lösungsansätze zugänglich und nutzbar zu machen - auch dann, wenn diese im Alltag zunächst wenig verfügbar erscheinen. Therapie verstehe ich in diesem Sinne als einen Prozess, in dem vorhandene Stärken, Erfahrungen und innere Fähigkeiten wieder besser erreichbar werden und sich neue Lösungen aus dem bereits Vorhandenen entwickeln können.

Eine wertfreie, annehmende Haltung bildet dabei die Grundlage meiner Arbeit. Im Mittelpunkt steht ein differenziertes Wahrnehmen innerer Prozesse, emotionaler Reaktionen und Beziehungserleben im Hier und Jetzt – mit dem Ziel, diese Prozesse bewusst zugänglich und verstehbar zu machen.

Diese Grundhaltung prägt auch meine Arbeit im Bereich Selbsterfahrung mit Kolleg:innen. Dabei handelt es sich nicht um Therapie, sondern um einen professionell gestalteten Erfahrungs- und Reflexionsraum im beruflichen Kontext. Ziel ist es, eigene innere Prozesse, Beziehungsmuster und Regulationsstrategien differenziert wahrzunehmen und fachlich einordnen zu können – als Bestandteil professioneller Weiterentwicklung im therapeutischen Beruf.

Erlebnisaktivierendes Arbeiten ist für mich von Beginn an ein zentraler Bestandteil therapeutischer Veränderungsprozesse. Die hundegestützte Arbeit stellt eine besonders direkte Möglichkeit da, diesen Wirkfaktor gezielt nutzbar zu machen. Im Kontakt mit Hunden werden emotionale Reaktionen, Beziehungserfahrungen und Regulationsprozesse häufig sehr schnell spürbar. Dadurch können Ressourcen, innere Orientierung und neue Handlungsmöglichkeiten unmittelbar erfahrbar werden.

Aus diesem fachlichen Interesse heraus habe ich die Ausbildung in hundegestützter Psychotherapie gemeinsam mit meinem Hund Jorah am IHPt absolviert. Ergänzend dazu habe ich die Ausbildung zur Fachkraft für tiergestützte Interventionen (ATA) abgeschlossen.

Aus der Verbindung dieser Arbeit mit meiner therapeutischen Grundhaltung, meiner Erfahrung in Selbsterfahrungsprozessen und meiner Arbeit in Ausbildung und Supervision entwickelte ich das Konzept Spiegelpfoten.